31. Januar 2012

Transmediale 2012 im Haus der Kulturen.


29. 1.

Die gute alte analoge 60erJahre Lightshow ist zurückgekehrt - die Transmediale zeigt mehrere Auftritte der legendären Gruppe "Joshua Light Show", die visuellen Helden des Filmore East, heute aber schon im Collegium Hungaricum mit einer Performance-Lecture und anschliessender Show - absolut psychedelisch phantastisch!


27. 1.

in der Deutschen Bank-Guggenheim beginnt morgen eine Gruppenausstellung unter dem Titel "found in translation" - Künstler die mit verschiedenen Medien zu Texten und kulturellen Unterschieden arbeiten... zwischen Sprache und Imagination - "found" und nicht "lost..." Das ist die Stärke von guter Kunst, offene Fragen gibt es genug.
Im Galeriehaus Lindenstrasse eröffnen alle Galerien gemeinsam. Ebenso einige im Haus in der Rudi-Dutschke-str.
Bereits vor langen Jahren gestorben feiert die Galerie Nothelfer den 75.Gebutstag des grossartigen gestisch expressiven Malers Walter Stöhrer und erinnert mit einer Ausstellung an dessen Werk.
Äusserst gespannt bin ich auf die Ausstellung von Isa Genzken im Schinkelpavillon und auf deren Filmpremiere, eine Gemeinschaftsarbeit mit Kai Althof, morgen 14°° im Kino Arsenal.
Ausserdem am Rosa-Luxemburg-Platz Croy Nielsen, Kamm und Christian Nagel der neues von Kader Attia zeigt.


20. 1.

Der NGBK stellt uns die Glücklichen der Senatsstipendien 2011 vor, vielleicht sogar mit neuen Arbeiten, wenn die (kommerziellen) Galerien sie lassen.
Wentrup zeigt Neues von Jen Ray.
Ausserden noch Carlier-Gebauer mit der "Postershow".
Und Klosterfelde von Vibeke Tandberg.
Alexander Duve bringt uns Halina Kliem nahe.



19. 1.




Es ist sehr bezeichnend was da unter dem "Label" Clubsterben abläuft, denn im Grunde ist dieses nur ein Symbol, ein allerdings alarmierendes Anzeichen für den Wandel Berlins seit einigen Jahren. Denn das Problem ist der Zuzug von allen kleinkarierten Kleingeistern aus der gesamten verrotteten arschlangweiligen latent faschistoiden Republik. Jetzt da Berlin ein "Schicknessfaktor" zugestanden wird drängt all das korrupte abzockerische Gesocks und Klatschvieh, Banden/Zaunsteher, Gaffer hierher, okkupiern, "entdecken" was in dieser tollen Stadt aus/als Subkultur entstanden ist - konsumieren statt partizipieren - ohne Geist und Kultur! Und bügeln mit ihrem flachen Verstand und ihren viel zu breiten Ärschen jegliche zarten Triebe an Kultur und freigeistigem Leben platt. Damit Berlin genauso beschissen fad und glatt und sauber wie die bisherige Heimat wird, aber für diese Flachwixer wiedererkennbar! Verpisst euch - keiner vermisst euch!!!
Vielleicht braucht Berlin wieder extreme Situationen und Krawall um das Gesocks zu erschrecken und nach Hause zu entlassen... da war, eigentlich unschön, die Fackelei im letzten Jahr ein guter Ansatz..?...


17. 1. - 21. 1.

Fashionweek Berlin mit vielen Mode-Schauen und den Messen - und endlos Parties... eine wundervolle Zeit.

Auftakt am 17. im F95 Premium Store mit der Verleihung des Young Designer Awards. Blame für womensware, Lamperia bei mensware und für Accessoires Rita in Palma.
Stark wie immer die Premium selbst!

Für mich wieder das Highlight, die Show-Inszenierung mit Performance und tableau vivant von den jungen Modestars Augustin + Teboul. Absolut sexy und innovativ, mit einem Hauch von Gothic und Charleston, ein Nachhall von Punk verführen sie uns mit einer verspielten Detailfülle aus Spitze, gehäkeltem, Ziernähten, aus Leder und allerhand anderen Materialien zu zauberhaften Collagen vereint. Unprätetiöses Highlevel das man jederzeit gerne wiedertrifft!

Klein aber wirklich fein die Präsentation von Gretchen, der Berliner Taschen-Designerin Anne-Christin Hoffmann, auch für Handschuhe und Gürtel zuständig. Äusserst gute Verarbeitung bester Leder in Italien folgt der phantasievollen abwechslungsreichen Gestaltung mit schönen, oft geometrischen Details und starken Farben, verspielt und seriös.

Eine andere erwähnenswerte Show wiederum von einer weiteren bemerkenswerten Newcomerin aus Berlin - Malaika Raiss im MB-Zelt. Sehr zarte zum Teil transparente Kreationen aus Seide, Chiffon, plissiertem Glattleder, mit Swarovski Elementen und Effektgarn-Details aus Mohair und raffinierten Schnitten begeisterte das Publikum. Überwiegend schwarz, viel weiss, nachtblau, etwas alabaster.

Insgesamt kamen mir die präsentierten Collektionen eher konservativer, mutloser, allerdings Strassen-und alltagstauglicher vor als in der letzten Saison. Toll wohl auch die neue Collektion von Kaviar Gauche.
Leider hatte ich in dieser Saison wenig Zeit mich um die Anmeldungen zu kümmern... (>Dez.11) im Sommer wieder mehr...


15. 1.

Zur Finisage von "Let the Rythm Hit 'Em", der von Mathias "momagic" Mayer kuratierten Ausstellung im KunstRaumKreuzberg / Bethanien gibt es Performances und der Meister legt persönlich Platten auf den Teller... lets dance!


14. 1.

Malerei von Andre Butzer bei Baudach in der Oudenarderstr. Sehr streng geometrische und farbreduzierte Malerei.


13. 1. 2012 Saisonstart

Also heute der grosse Start ins Ausstellungsjahr -
In Mitte zeigt Christian Ehrentrau eine neue Videoarbeit von Sue de Beer,
Campagne Premiere startet mit Noa Gur, ebenfalls 3 kurze Loops, Videoarbeiten, äusserst spannend!
Captain Petzel zeigt Sam Samore - fast nebenan am Straussberger Platz4 Jette Rudolph mit einer Gruppenschau.
In Kreuzberg dann Johann König der den allseits bekannten Michael Sailsdorfer zeigt, der seinen als Künstler ziemlich unbekannten Vater mit dessen geometrisch formalistischen Stein-Schnitt-Stelen einlädt. Michael selbst montiert Auto-Lenkräder auf die Wände, die sich gespenstisch selbstständig bewegen wie auf einer Fahrt... sieht für mich aus wie ein sarkastischer Kommentar zur Lage der Republik - "auf dem Weg, oder schon an die Wand gefahren"!?! Absolut klasse und sehenswert.
Ausserdem startet Barbara Thumm mit Chloe Piene und nebenan feiert Hengesbach sein 20-jähriges Galeriejubeläum.
Barbara Weiss zeigt uns Deimantas Narcevicius und
Suportico Lopez beginnt mit Jan Peter Hammer.
In der Potsdamer Str. startet Akim Monet mit Joseph Beuys, Jonathan Borofsky, Tillmans, Ross Bleckner uva.


12. 1.

Gleich nach der Veröffentlichung des Aufrufs des tschechischen Künstler-Aktivisten Martin Zet durch die Berlin Biennale, das tendenziell rassistisch-faschistoide dummdreiste Machwerk (angeblich das meist verkaufteste Sachbuch seit "Mein Kampf") eines hochdekorierten ex-Beamten und selbstbemitleidenden Opfers von "Multikulti und Linksliberalismus" an Sammelstellen abzugeben, um es einem "künstlerischen Recycling" zuzuführen, wohl im Vertrauen auf künstlerisch reinigende Kräfte, brach ein Sturm der Entrüstung los - worauf sich eigentlich intellektuelle Kulturfunktionsträger genötigt sahen, sich erklärend von dem alten denunziatorischen Vorwurf der "Bücher=Meinungsverbrennung" zu distanzieren anstatt sich ihm, die Freiheit der Kunst betonend - und sei sie noch so dümmlich - entgegen zu stellen. Ein Trauerspiel, denn dies wäre eine Möglichkeit, der leider weitverbreiteten rechten und faschistoiden Grundeinstellung in dieser Kackublik entgegenzutreten! Mensch braucht nicht wirklich jedes dummdreiste Märchenbuch, aber man muss nicht aufschreien wenn man solche symbolisch, humoristisch "entsorgt"!
Auch wenn die "Kunst"-Aktion mit Sicherheit sehr platt und plakativ daherkommt, versucht einen schwarz-humoristischen Salto zwischen Geschichte und Gegenwart zu vollführen, und auch die Kraft und Möglichkeiten der Kunst ad absurdum führt oder zumindest in Frage stellt, grenzwertig mit Resentiments und Ausgrenzung statt Auseinandersetzung arbeitet, bietet sie die Chance Stellung zu beziehen, zu diskutieren, weiterreichende Projekte anzuschieben oder an solchen zu partizipieren!
Es ist sehr interessant den (demokratisch offenen) Blog der BerlinBiennale mit fast ausschliesslich "entsetzten" Kommentaren mit Nazivergleichen (vor allem von offensichtlich verfolgten paranoiden "wir sind die Mitte"-Faschisten) und von Bücherverbrennung zu lesen - ich bin entsetzt über die weit in die Mitte der Gesellschaft reichende Verblödung, angefangen vom Nicht-verstehen der Kunst-Aktion über die Unfähigkeit selbst zu denken bis zum hysterischen Reflex und Verfolgungswahn der anscheinend überall sitzenden (durchschnittlich rechten) Faschisten. Hier triff Dummheit sich selbst. Der Idealfall, wenn es sich um die letzten Zuckungen derselben handeln würde! Aber genau da offenbart sich der übliche deutsche (Un-)Geist und ich fühle mich wiederum (leider) in meiner Einschätzung vom Zustand Deutschlands bestätigt!


8. 1.

16°° im Hamb.Bhf - zur Finisage des Preis der Nationalgalerie wird der vom "Art-Magazin" gesponsorte Publikumspreis vergeben - und zum ersten Mal kann ein Nominierter beide Preise abräumen - Cyprien Gaillard. Wenn auch die anderen Beiträge zum Wettbewerb so langweilig waren...


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6. Januar 2012

Ab 18°° heute nochmal (und am 12.1.) in der Galerie Zink die Film-Installations-Performance von Reynold Reynolds. Wieder eine starke Arbeit von ihm.
Und bei Cruise+Callas gibts heute das schon traditionelle "DreiKönigsKuchen" und die Ausstellung mit Werken von Annabelle Craven-Jones.



Oh jeh - nun dachte ich tu dir was Gutes an wenn du schon am Bodensee gebunden bist - geh zur "Blues Brothers"-Show... super Mucke, viel Spass, jeah... dann: BESTUHLT!!! was, wie bitte? Geiler Blues-Rock im sitzen??? Da wirds mir bei der Vorstellung schon übel! Wie soll das denn funktionieren? Wat für'n Lahmarsch geht denn da hin?! Genau das ist ein typisches Synonym für "Haltung" und Zustand in dieser verkommenen Ecke der Repupslik... Sehr schade!!!


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Joshua Light Show - mit Frank Zappa


















































Augustin + Teboul - Foto: Max Merz


eine besonders tricky "Gretchen"Tasche "Tango Pouch" Designer


Malaika Raiss Fotos: Kai Jakob












der Aufruf von Martin Zet zur BerlinBiennale