28. 7.

Wir können gespannt sein auf die Ausstellung von Markus Wirthmann in der kleinen Orangerie vom Schloss Charlottenburg. Auf der Einladung ist ein Detail aus einem seiner malerischen Bildern die er mittels Kristallzüchtung kreiert. Absolut bezaubernd! Und selten zu sehen in Berlin.

Im Künstlerhaus ex-Bethanien an der Kottbusser Str. gibt es drei Stipendiaten-Ausstellungen zu entdecken - Kajsa Dahlberg, zuletzt bei "Based in B." positiv aufgefallen mit der Kommentarzusammenfassung des selben Buches aus vielen Exemplaren in Bibleotheken, Julien Grossmann und Guillaume Lachapelle, letzterer mit fiktionalem Modellbau als 3-D-Prints, dazu als Gast Judith Schwinn die uns filigrane Objekte aus Blütenblättern / Resten zeigt.
Ausserdem noch vieles mehr, denn heute lädt das Haus zu den "Open Studios".

Die Galerie Ochs wird internationaler und zeigt drei israelische Künstler.


23. 7.

Die Galerien der Halle am Wasser und der Heidestrasse laden heute ab 18°° zum gemeinsamen Sommerfest. Ob es auch neue Ausstellungen zu betrachten gibt?

Ein echtes Highlight - neue Arbeiten von Carly Fischer in der Galerie Kwadrat. Überall liegt Müll in den Ecken... wie auf Berlins Strassen... manches auch in Vitrinen arrangiert, bis man bei genauerer Betrachtung überrascht feststellt dass ALLES! absolut perfekt aus Papier nachgebastelt ist und sorgsam inszeniert. Selbst die Papiertüten von McDonalds oder Kronkorken.
Thomas Demand grüsst, aber den grösseren und früheren Einfluss hatte, so erzählt mir Carly, hatte die Papierkultur in Japan und deren Umgang mit dem Material. Absolut sehenswert!

Peter Herrmann versteckt fast die besten Arbeiten in Nebenausstellungen, Seitenräumen. Man muss also Neugier mitbringen - sowiso die beste Voraussetzung um Kunst zu betrachten und zu verstehen.
Eine phantastische Fotoserie, 9 Bilder, von Ayana Jackson, als Selbstinszenierungen in immer gleicher hockender Stellung, zum befreienden Sprung bereit, schlüpft sie in verschiedenste Charaktere, von der victorianischen Gouvernante bis zur sexbeladenen "Schlampe". Absolut perfekt gestaltet in Ausstattung, Make Up bis zur Mimik. Man muss es auch als eine Zeitreise durch Epochen und Stile sehen, auf dem Weg zur heutigen selbstbewussten schwarzen Frau. Für mich ist es auch das Spiel des selbsbewussten Menschen mit Klischees und Outfits - Kleider machen Leute, oder die Frage wohin gehe ich heute, wen will ich darstellen.
Dann hört man einen Singsang und folgt der Stimme in den Videoraum und amüsiert sich mit Goody Leye der im Obstsalat liegt und schlemmend, soweit möglich "we are the world..." zum Besten gibt! Der totale Hammer der jedem sofort ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Trotz allem Ernst den der Song mit sich trägt, dem Wissen um die Armut und der aktuellen Hungerkatastrophe bis zur "Hilfs-Industrie" und Selbsbeweihräucherung gewisser Personen. Aber auch zur Situation bildender Künstler ist es eine schöne Ironie.
Beides mit das Beste was zur Zeit in Berlin zu sehen ist.



7. 7.

In der heute beginnenden Sommerausstellung der D.B.-Guggenheim bekommen wir eine Auswahl von 6 Videoarbeiten verschiedener Künstler zu sehen, narrative fiktionale Geschichten, Uminterpretationen von Ereignissen.
Für Sommertouristen sicherlich eine interessante kühle Abwechslung - ich hatte alles schon früher gesehen.
Eine wahnsinnige surreale Aktion wie Francis Alys eine Düne um ein paar Zentimeter umschaufeln lässt...
Während Aleksandra Mir am Strand mit grossem Aufwand eine Mondlandschaft entstehen lässt um die Landung und Eroberung des Mondes zu feminisieren.
Mika Rottenberg lässt Arbeiterinnen in einem absurden engen Raumlabyrinth bei der Verarbeitung von Teig -Würsten schwitzen.
Einen mysthisch angehauchten Derwischtanz sehen wir bei Janaina Tschäppe. Pierre Huyghes gekauftes Animemädchen läuft durch eine kristaline Welt und wir hören Texte zwischen Jules Vernes und D. Armstrong auf dem Mond... doch ganz nett langweilig!
Die stärkste Arbeit stammt von Cao Fei, in drei Teilen, beginnend mit der dokumentarischen Bestandsaufnahme der Abläufe in einer chinesischen Osramfabrik und den Arbeitern in allen Bereichen, lässt er diesen im zweiten Teil deren künstlerisch-kreativen Phantasien freien Raum, was intensiv mit Gesang, Tanz und Rezitation genutzt wird und portraitiert sie im dritten Teil in deren zukünftigen Visionen. Einfach toll. Ein Lehrstück über heutige Arbeitsverhältnisse und Visionen des Besser-machens.


5. Juli

Heute startet die Fashion-Week mit der Premium-Men und dem "Young Designer Prize" der Premium, und ab morgen gibt es wieder eine Menge Shows im MB-Zelt, diesmal wieder - wie beim ersten Mal - am Brandenburger Tor und über die Stadt verteilt.

Das Goethe-Institut feirt heute sein 60 Jähriges Bestehen mit einem Festakt in der Gemäldegalerie, und zeigt draussen öffentlich einen Film zur Geschichte des Instituts von Maren Niemayer und anschliessend gibt es ein Konzert des Ethnopopers Jens Friebe.


1. Juli 11

Vernissagen im Galeriehaus in der Lindenstrasse und Umgebung.
Auch Johnen zeigt in der Marienstr. Neues von St. Balkenhol und eine Gruppenausstellung.
Krobath ganz tolle sitzende stilisierte Frauenportraits von Julian Opie.
Auch am Rosa-Luxemburg-Platz 3 neue Ausstellungen bei Lena Brüning mit Asli Sungu und Maya Schweizer, Kamm zeigt Nathan Jahnke.


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Markus Wirthmann     Artist


Carly Fischer     Artist + Galerie Kwade


Ayala Jackson     Artist + Galerie P. Herrmann


Darren Bader     Artist + Galerie Johann Koenig